Die heutige Gemeinde Ostrhauderfehn besteht aus sechs Ortsteilen mit ihrer jeweils eigenen unverwechselbaren Historie.
Seien es die Kolonisten der Fehnorte Ostrhauderfehn, Holterfehn, Idafehn und Holtermoor oder die Landwirte der Flussniederungen Langholt und Potshausen. Allen Bewohnern gemein war in den vergangenen Zeiten der stetige Kampf ums Überleben.
Die geschichtliche Entwicklung jedes unserer Ortsteile an dieser Stelle auch nur annähernd erschöpfend aufzuzeigen, wird und muss ein kläglicher Versuch bleiben. Für intensive Forschung empfehlen wir das Studium entsprechender Fachliteratur.
Einige interessante Einzelheiten haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengetragen. Vielleicht ist ja das Eine oder Andere dabei, das Ihnen noch nicht bekannt war. Anregungen und Verbesserungen sind stets willkommen.
Schon um 1840 gab es erste Überlegungen beim Amt Friesoythe, einen Kanal vom Rinzelberg an der Leda in südliche Richtung bis zur Ramsloher Grenze durch das Moor zu graben. Dieses wurde seinerzeit mit einer wesentlichen Erleichterung des Torftransports von Strücklingen aus begründet.
Aber erst um 1860 wurde das Projekt Westcanal neu aufgegriffen. Es wurde mit Hilfe der staatlichen Kommendeverwaltung des ehemaligen Johanniterklosters die „Bokelescher Canalgenossenschaft“ gegründet. Nachdem am 7. März 1863 die Genehmigung des Staatsministeriums zur Anlegung eines Kanals erging, schrieb man mit Datum vom 2. April 1864 die Ausführung der Erdarbeiten für einen „Canal im westlichen Commendemoore längs der ostfriesischen Grenze“ aus. In den Jahren nach 1865 wurden dann die Colonate an die Interessenten verkauft.
Eine erste Schule in Westcanal wird schon um 1881 bezeugt. Am 12. Juli 1891 wurde eine neu erbaute Schule durch den Oldenburger Großherzog Nikolaus Friedrich Peter eingeweiht.
Um 1892 legte man den Friedhof in Idafehn-Nord an, Friedhof Idafehn-Süd erhielt seinen Friedhof erst nach dem zweiten Weltkrieg. Kirchlich gehörten die ersten Lutheraner am Westcanal zunächst zur Kirchengemeinde Apen, später zur Kirchengemeinde Elisabethfehn.
Am 6. Februar 1893 gab der Großherzog von Oldenburg der Kolonie am Westcanal offiziell den Namen „Idafehn“. Die Namensgebung geschah zu Ehren seiner nur 24jährig verstorbenen Mutter Prinzessin Ida von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym, der zweiten Frau des Großherzogs Paul Friedrich August von Oldenburg.
Nachdem bereits 1935 die heutige Kirche Idafehn an ihrem jetzigen Standort gebaut wurde, wurde Idafehn am 25. November 1948 zur selbständigen Kirchengemeinde erklärt.
Von der Siedlungsstruktur her bildet Idafehn mit Ostrhauderfehn und Holterfehn eine Einheit; auch die familiären Verflechtungen sind eng.
Bis 1974 gehörte Idafehn als Ortsteil zur Gemeinde Strücklingen. Im Rahmen der Gebietsreform wurde Idafehn dann als sechster Ortsteil in die Politische Gemeinde Ostrhauderfehn aufgenommen.
Eine Sehenswürdigkeit bietet der Ortsteil Idafehn mit der wiederaufgebauten und im August 2001 eingeweihten Mühle, einem so genannten Galerie-Holländer.
Im Jahre 2007 lebten im Ortsteil Idafehn 1.479 Einwohner.